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pop erforschen, wozu?

Poster "Pop Erforschen, wozu?"

Dienstag, 20. Dezember, 19 Uhr
Multifunktionsraum GCSC (Campus Phil I)
Alter Steinbacher Weg 38, 35394 Gießen

Eine experimentelle Diskussionsrunde mit Jochen Bonz (Universität Bremen) und Peter Krämer (University of East Anglia)

Als Kulturwissenschaftler_innen sollten wir uns gelegentlich fragen, warum wir uns in Forschung und Lehre gerade mit bestimmten kulturellen Formen beschäftigen – und mit anderen nicht. Wie können wir die Wahl unserer Forschungsgegenstände erklären, wie rechtfertigen? Was sagt die Wahl über unser wissenschaftliches Selbstverständnis aus? Welche Auswirkung hat unsere Wahl auf die Einsichten, die wir gewinnen können?

In dem Kamingespräch sollen diese Fragen mit besonderem Bezug auf Populärkultur diskutiert werden. Neben theoretischen Überlegungen zum Konzept des Populären – etwa dazu, welche kulturelle Reflexivität Produkten der Populärkultur innewohnt – möchten wir dabei auch forschungspraktische Fragen aufwerfen: Wie können wir überhaupt bestimmen, welche kulturellen Formen von so vielen Menschen genutzt werden, das sie als ‚populär’ gelten? Wie können wir den Erfolg von populären Formen erklären, wenn die Nutzungsweisen und Rezeptionsinteressen nahezu unendlich vielfältig sind? Wieso interessiert es uns überhaupt, was Pop mit Nutzer_innen macht – und umgekehrt? Welche Rolle spielen bei all dem kulturelle oder sozio-demographische Unterschiede und welche historischen Entwicklungen können wir beobachten? Ist eine kritische Haltung zu Produkten der Populärkultur notwendig, erlaubt oder „unwissenschaftlich“? Und: Warum sollte all das irgendjemanden interessieren?

Wie schon bei dem Deep-Impact-Workshop mit Peter Krämer im WS 2010/11 geht es auch bei dieser Diskussion wieder um die gesellschaftliche Relevanz unserer Arbeit – und um die Eröffnung eines offenen Forums zur informellen und engagierten Diskussion über die großen Fragen wissenschaftlichen Arbeitens.

Für Wein, Bier und Wasser wird gesorgt. Lebkuchen müssen bei Bedarf selbst mitgebracht werden.

Organisiert von der RA Performativity des GCSC.

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